Viele Aquarianer sehen den Leitwert als Qualitätsanzeige für ihr Wasser. Nach dem Motto: Je niedriger der Wert, desto besser. Doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Der Leitwert zeigt nur, wie viele elektrisch leitfähige Stoffe insgesamt im Wasser gelöst sind – nicht, um welche Stoffe es sich handelt. Ein niedriger Wert bedeutet daher nicht automatisch gutes Wasser, genauso wenig wie ein hoher Wert automatisch schlecht ist.

Mineralien wie Calcium und Magnesium sind für Fische, Garnelen, Pflanzen und wichtige biologische Prozesse unverzichtbar. Welche Leitwerte sinnvoll sind, hängt deshalb immer von den Bedürfnissen der gepflegten Tiere und Pflanzen ab. Für eine gute Beurteilung sollte der Leitwert außerdem zusammen mit weiteren Wasserwerten wie GH, KH, pH-Wert, Nitrat, Phosphat und Temperatur betrachtet werden.

Auch ein steigender Leitwert ist nicht automatisch ein Warnsignal. Fütterung, Düngung, Stoffwechselprozesse oder Verdunstung können ganz normale Ursachen sein.

Fazit: Der Leitwert beantwortet nicht die Frage „Was ist im Wasser?“, sondern „Wie viel ist im Wasser?“. Richtig eingeordnet, ist er ein hilfreiches Werkzeug für ein dauerhaft stabiles Aquarium.

Noch mehr Infos zum Thema? Im vollständigen Artikel wird genauer erklärt, was hinter dem Leitwert steckt und wie du ihn richtig einordnest.

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